Spielen im Sand am Meer kann Darmkrankheiten verursachen

Bei Erwachsenen und Kindern, die am Sand spielen, entwickelt sich mit einer größeren Wahrscheinlichkeit eine Darmkrankheit und Durchfall als bei den Urlaubern, die am Strand nur spazieren gehen oder im Meer schwimmen.

Noch größer ist das Risiko bei den Personen, die sich aus Spaß im Sand am Ufer eingraben lassen. Bei Kindern, die beim Spielen den Sand in den Mund nehmen oder aber bei denen der Sand unbeabsichtigt in den Mund gelangt, ist das Risiko am größten. Der Sand am Meeresufer ist häufig mit Kot verunreinigt. Den meisten Menschen ist diese Gefahr überhaupt nicht bewusst – behaupten amerikanische Wissenschaftler.

In einer Studie wurden 27.000 Leute interviewt. Die Teilnehmer der Studie waren an eine Meeres- oder Süßwasserseeufer gereist, von welchen sich innerhalb von sieben Meilen der Abwasserkanal eines Wasserwerkes befand. Trotzdem konnte nicht festgestellt werden, was den Sand verunreinigte. Diese Verunreinigung konnte ebenso von der städtischen Kanalisation als auch von Kot der Haustiere verschmutzt werden. An den untersuchten Stränden entsprach die Wasserqualität den hygienischen Standards.

Es ist schon seit einiger Zeit bekannt, dass das Risiko einer Infektion nach dem Baden an mit Kot verunreinigten Gewässern groß ist. Es gibt jedoch wenige Untersuchungsergebnisse über die Strände an natürlichen Gewässern. Die Wissenschaftler möchten die Urlauber nicht von den sandigen Ufern vertreiben, aber sie möchten jedoch auf die Gefahren hinweisen. Außerdem bitten sie alle Badegäste nach dem Kontakt mit dem Sand am Ufer sich die Hände zu waschen oder noch besser ihre Hände zu desinfizieren.

Die Studienteilnehmer wurden darüber befragt, wie intensiv sie Kontakt zum Sand hatten, beziehungsweise ob sie im Sand aus Spaß eingegraben wurden oder ob sie nur eine Sandburg gebaut haben. Zehn bis zwölf Tage später wurden sie über die Symptome nach dem Strandbesuch befragt.

Die Teilnehmer berichteten über Magen-Darm-Erkrankungen, obere Luftweginfektionen, Hautausschläge, Augenentzündung, Ohrenschmerzen und Wundeninfektionen. Bei Teilnehmern, die im Sand gespielt haben, erhöhte sich das Risiko einer Magen-Darm-Erkrankung um 13 %. Wurden die Teilnehmer in den Sand eingegraben, erhöhte sich das Risiko einer Magen-Darm-Erkrankung sogar um 23 %.

Viele Leute verbringen ihren Sommerurlaub an einem Sandstrand. Obwohl nur ca. 10 % der Urlauber erkranken, sollte man trotzdem auf dieses Problem aufmerksam machen. Wenn tatsächlich nachgewiesen werden kann, dass der Sand die Krankheit auslösen kann, und man damit die Quelle der Verunreinigung findet, lässt sich durch eine angemessene Hygienestrategie das Risiko auf ein Minimum senken.

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