Migräne – Auslöser, Symptome, Behandlung

Ein hoher Anteil der Bevölkerung leidet unter Migräne. Auch Kinder bleiben von der Krankheit nicht verschont. Ist das Gleichgewicht bestimmter Prozesse im Körper gestört, verändert sich die Blutzufuhr im Gehirn. Die Erregbarkeit des Gehirns ist erhöht und dies löst Kopfschmerzen aus.

Die Schmerzen haben verschiedene Ursachen

Migräne ist ein starker, wiederkehrender Kopfschmerz von unterschiedlicher Schmerzstärke. Sie kann durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden wie Umwelt, Ernährung, Sport, Zigarettenrauch, Wetterwechsel, Hormonveränderungen und viele andere mehr.

Viel Wasser trinken kann helfen

Einige Nahrungsmittel können Migräne auslösen, die durch ein Kopfschmerzprotokoll herausgefunden werden können. Nimmt man ein auslösendes Nahrungsmittel zu sich, gerät die Balance im Gehirn durcheinander und verursacht eine Migräne. Bei einigen Menschen sind die in der Nahrung befindlichen Zusätze und Konservierungsmittel und bestimmte Proteine (Amine) auslösend, sowie Alkohol und Koffein. Zuwenig Flüssigkeit ist auch ein Auslöser. Empfohlen werden zwei bis drei Liter pro Tag. Auslösende Nahrungsmittel sollte man zukünftig meiden und mehr auf naturbelassene Ernährung umstellen.

Symptomatisch zeigen sich hämmernde Kopfschmerzen auf einer oder beiden Seiten. Teilweise erlebt man eine Aura, das sind visuelle Störungen wie Taubheit, Kribbeln, Schwindel und Sehstörungen. Meist kommt Übelkeit, Erbrechen, Lichtempfindlichkeit und Appetitlosigkeit hinzu. Die Kopfhaut ist empfindlich, man kann kalte Hände und Füße haben. Eine Migräne kann Stunden bis Tage andauern.

Selbst kann man sich durch Entspannungstechniken, geregelten Schlaf, Kopfmassage, genügend Flüssigkeit, Nichtrauchen und Verzicht auf Alkohol helfen. Bei Verdacht auf Migräne sollte man den Hausarzt aufsuchen. Er erhebt eine Anamnese. Eventuell wird an einem Spezialisten wie Neurologen, Schmerztherapeut oder Internisten überwiesen. Durch spezielle Untersuchungen wie Computertomografie, Kernspin, neurologische Tests und Augendruckmessungen kann eine Migräne diagnostiziert oder ausgeschlossen werden.

In der Apotheke nach speziellen Migränetabletten fragen

Gegen die Schmerzen kann man rezeptfreie Schmerzmittel einnehmen oder bekommt spezielle Migränemedikamente. Durch Verhaltenstherapie kann man Ursachen für Auslöser erkunden und neue Verhaltensweisen entwickeln. Akupunktur und Akupressur wären Möglichkeiten der alternativen Medizin. Es besteht außerdem die Möglichkeit, Selbsthilfegruppen zu besuchen und sich untereinander auszutauschen und zu helfen. cw

MigräneLiga e.V. – Hilfe zur Selbsthilfe für Migräne-Kranke