Kaffee Geschichte in Europa

Kaffee

Kaffee

Seinen Siegeszug in Europa begann der Kaffee und die Bohne im 16. Jahrhundert. Einer der größten Umschlagplätze für Kaffee war z.B. Venedig. Hier kamen Schiffe mit der kostbaren Ladung an. Entdeckt wurde der Kaffeegenuss allerdings schon sehr viel früher: im 9. Jahrhundert bemerkten äthiopische Hirten aus der Region Kaffa bei ihren Tieren einen stimulierenden Effekt nach dem Verzehr von Kaffeebohnen und probierten daraufhin die Bohnen selber.

Hirten haben den Kaffee entdeckt

Mit quasi historischen Auswirkungen: einige Hirten stellten fest, dass sie nach dem Verzehr stundenlang – sogar über Nacht – hellwach blieben. Andere wiederum fanden die rohen Kaffeebohnen so widerlich, dass sie diese direkt wieder ausspuckten. Zufällig landeten dabei einige Bohnen im Feuer und verbreiteten einen sehr angenehmen Geruch. Das war wohl die Geburtsstunde des Rösten von Kaffee.

Verbreitet wurde der Kaffee als Genussmittel mitsamt seinen medizinisches Anwendungsmöglichkeiten aber erst wesentlich später: im 14. Jahrhundert wurden die ersten Portionen des Getränks in Arabien genossen, eingeführt von Sklaven aus der Region Äthiopiens. Ein weiteres Jahrhundert später gelang dem Kaffee dann der Sprung in andere Länder, dort zunächst in die hohen Herrschaftshäuser. Hauptlieferant der Kaffeebohnen war damals die arabische Hafenstadt Mokka, deren Name noch heute für den nach ursprünglicher Art zubereiteten Kaffee steht.

Arabien baute nach diesem historischen Export-Erfolg als erstes Land Kaffeesträucher zu kommerziellen Zwecken an und galt jahrzehntelang als Allein-Lieferant für europäische Herrschaftshäuser.

In Europa angekommen verbreitete sich der Kaffee dann recht schnell: zunächst fanden Herrscher diverser Länder Gefallen am Genuss und Mediziner entdeckten die therapeutische Bedeutung. Durch Anbau in Kolonialländern wie z.B. Java und Surinam wurden die Monopolstellung Arabiens unterlaufen, und seitdem ab Ende des 18. Jahrhundert Kaffeeanbau in Brasilien etabliert ist wurde die Kaffeebohne zum allgemeinen Genussmittel. cw

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