Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten

Neben den Hautkrankheiten gehören auch die Geschlechtskrankheiten zum medizinischen Bereich der Dermatologie. Der Ausdruck Dermatologie stammt aus dem altgriechischen und bedeutet „derma“ Haut. Der Inhalt dieser Teildisziplin der Medizin ist das Erkennen, Behandeln und die Betreuung von Patienten mit nichtinfektiösen wie ansteckenden Krankheiten der Haut beziehungsweise von gut- oder bösartigen Hauttumoren.

Der Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten ist spezialisiert auf das Diagnostisieren und Behandeln von Erkrankungen der Haut, der Unterhaut wie der hautnahen Schleimhäute und der Hautanhangsgebilden. Zu dem Aufgabenbereich dieses Facharztes zählt außerdem das Erkennen von Gefäßerkrankungen der Haut, von Geschlechtskrankheiten oder das Feststellen wie Behandeln von Krankheiten der äußeren Geschlechtsorgane.

Zur Sicherung der Qualität der Arbeit eines Facharztes für Haut- und Geschlechtskrankheiten wurde festgelegt, dass in der Hauptsache Wert auf die frühzeitige Aufklärung, die Früherkennung und eine effektive Behandlung gelegt wird. Das bedeutet, dass auch hier die Prävention einschließlich Aufklärung an erster Stelle in der Qualitätssicherung rangiert. Dazu gehört die laufende und aktive Kommunikation mit den Patienten bzw. mit den Zielgruppen und anderen Ansprechpartnern. Besondere Bedeutung kommt der Prävention von Hauttumoren und der Vermeidung der Übertragung von Geschlechtskrankheiten zu. Hier kommt es zu einer Überschneidung mit der Gynäkologie. Deshalb ist eine fachübergreifende Kommunikation sehr wichtig, um das Optimale in der Behandelung für den Patienten zu erreichen.

Die Ausbildung zum Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten wird an dafür vorgesehenen Hochschul- oder Universitätskliniken in Form einer Weiterbildung vorgenommen und basiert auf einem erfolgreich abgeschlossenen Medizinstudium. Diese Weiterbildung dauert durchschnittlich fünf Jahre, wobei 30 Monate in einem ambulanten Bereich abgeleistet werden können. Zu den Weiterbildungsinhalten gehören unter anderem die Gesundheitsberatung, das Erkennen von psychogen Störungen, Teilbereiche aus der Notfallmedizin, die Tumorerkennung, die Therapiemöglichkeiten, die Anwendungen der unterschiedlichen Techniken zur Erkennung und Behandlung von Haut- wie Geschlechtskrankheiten. Die Chirurgie ist bei der Ausbildung zum Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten eine wichtige Disziplin und für die Zulassung muss der Operationskatalog vorgelegt werden.

Ein Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten arbeitet in Kliniken und Krankhäusern, welche über eine Abteilung für Haut- und Geschlechtskrankheiten verfügt. Mitunter ist diese Abteilung der Dermatologie oder der Chirurgie angegliedert. Jedoch gibt es in jeder größeren Kreisstadt in Deutschland Gesundheitszentren, in welchen ein Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten zu finden ist. Doch immer mehr Fachärzte dieses Spezialgebietes lassen sich in freien Praxen nieder. Diese Praxis führt die Bezeichnung „Praxis für Haut- und Geschlechtskrankheiten“. cw

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