Der Begriff Fertighaus bezeichnet generell definiert Häuser, die industriell vorgefertigt werden und als größere Einzelteile an der Baustelle endmontiert werden. Dies erfordert eine gewisse Vorplanung im Bauvorhaben, bei der sich der Bauherr zunächst mit der Bauplanung an die Fertighausfirma wendet. Dies kann direkt geschehen, oder mit dem Umweg über einen Architekten, der das Fertighaus vorab entwirft, bevor bei einer Firma Angebote für die Durchführung eingeholt werden. Kostengünstiger ist jedoch, direkt mit der Firma in Verbindung zu treten, die gegebenenfalls eigene Architekten an der Hand hat – wodurch der Bauherr allerdings in der Gestaltung des Fertighauses an die Vorgaben der Firma gebunden ist.
Ein passendes Grundstück sowie eine Baugenehmigung sind natürlich Voraussetzung. Ist der Bauplan fertig, wird bemustert: Individuelle Fassadengestaltung, Innenausstattung, Dachfarbe, Fenster und Türen, Heiz- und Klimasystem werden besprochen und den Wünschen des Bauherrn angepasst. Der Hersteller produziert dann die einzelnen Fertigteile, das Grundstück wird vorbereitet und dann kann innerhalb sehr kurzer Zeit – die reine Bauzeit beträgt etwa 10-12 Wochen – das Haus aufgestellt werden.
Varianten des Fertighauses sind das Bausatzhaus, bei dem die Montage der Endteile in der Verantwortung des Bauherrn liegen, das Ausbauhaus, bei dem der Bauherr für den Innenausbau verantwortlich zeichnet, und das schlüsselfertige Haus, das vom Bauherrn relativ zeitnah bezogen werden kann. Vorteile des Fertighauses sind der schnelle Bauverlauf, die Präzision der Herstellung sowie eine gute Kostenkontrolle. Der Preis ist variabel, je höher die Wertigkeit des Fertighauses, umso höher der Preis. Aber ein günstiger Kauf – zum Beispiel ohne optimierte Wärmedämmung – ist definitiv möglich, was bei einem wirklichen Hausbau grundsätzlich nicht der Fall ist.